Bestattung

Die kirchliche Bestattung ist ein Trauerritual für Verstorbene und Hinterbliebene, bei dem wir um Gottes Segen und Trost im Angesicht des Todes bitten. Unterschieden werden Erdbestattung und Urnenbeisetzung.

 

Bei der Erdbestattung findet die Trauerfeier am Sarg statt. Der Sarg wird im Anschluss an die Feier beigesetzt.

 

Bei der Urnenbeisetzung gibt es zwei Möglichkeiten:

 

a) Die Trauerfeier zur Einäscherung ist eine Trauerfeier am Sarg, wenige Tage nach Eintritt des Todes. Nach dem Ende der Trauerfeier wird der Sarg zum Krematorium gefahren, die Beisetzung der Urne findet in der Regel 10 bis 14 Tage später im engsten Familienkreis statt.

 

b) Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung ist eine Trauerfeier an der Urne, meist 10 bis 14 Tage nach Eintritt des Todes. Unmittelbar im Anschluss an die Trauerfeier wird die Urne beigesetzt.

 

Die Trauerfeier findet je nach den örtlichen Gegebenheiten in einer Trauerhalle oder in einer Kirche statt. Regelungen zu den Gräbern, den Kosten und den Ruhefristen sind abhängig von dem jeweiligen Friedhof. In der Regel ist der Friedhof des Wohnortes zuständig, in manchen Fällen werden aber auch Friedhöfe in der Nähe enger Verwandter gewählt.

 

 

Halle des Waldfriedhofs in Ocholt

Abschied gestalten

Wenn der Tod naht, kann es sowohl den Sterbenden als auch den Zurückbleibenden helfen, den Abschied aktiv zu gestalten. Pastoren helfen dabei gerne.

 

Eine sehr intensive Form, gemeinsam zu beten und zu feiern ist das Abendmahl am Sterbebett. Solche Abendmahlsfeiern können im ganz kleinen Familienkreis, aber auch in einer mittleren Gruppe in jedem Haushalt, in einem Pflegeheim oder im Krankenhaus gefeiert werden.

 

Natürlich kommt der/die Pastor/in auch ohne Abendmahl zu feiern. Einfach zum Zuhören, zum Reden, zum Singen oder für einen Sterbesegen.

 

Nach dem Eintritt des Todes kann auf Wunsch eine Aussegnung am Sterbebett oder beim Einsargen erfolgen. Sprechen Sie ihren Pastor oder ihren Bestatter darauf an, dann wird es unverzüglich möglich gemacht.

 

In manchen Gegenden ist eine Überführung in die Leichenhalle mit einem eigenen Ritual üblich, manche Familien wünschen neben der Trauerfeier kleine persönliche Rituale am offenen Sarg, die meist bei einem Bestatter abgehalten werden. Auch hier kommen Geistliche gerne dazu und unterstützen die Familien.

 

Bei jeder Gestaltung gilt: es ist fast alles erlaubt, was den Hinterbliebenen gut tut und hilft Abschied zu nehmen. Sprechen Sie uns an, gerne auch bevor der Bestattungsfall eintritt.


Ansprechpartner im Sterbefall:

 

a) Der Notarzt / Hausarzt muss den Tod feststellen. Bei häuslichen Todesfällen kann nur der Hausarzt, der den Patienten kannte, "natürliche Todesursache" attestieren. Im anderen Fall ist eine Routineuntersuchung erforderlich.

 

b) Der Bestatter kümmert sich um fast alles. Er besorgt die erforderlichen Unterlagen beim Standesamt, kümmert sich um Grabstelle, Trauerfeier, Zeitungsanzeigen und Blumenschmuck. Der Bestatter bieten im Sterbefall das "Rundum-Sorglospaket" für die Trauerfamilie.

 

c) Pastoren sind für die Trauerfeier und für die seelsorgerliche Begleitung der Familie zuständig. Sie sind in Notfällen jederzeit (auch nachts) ansprechbar und stehen den Familien gerne zur Seite.