Die Orgel

Die Ocholter Orgel ist aus dem Jahr 1961 und wurde von Alfred Führer Wilhelmshaven geliefert.

Manual C-f': Gedackt 8'; Prinzipal 4'; Flachflöte 2'; Nasat 1 1/3; Mixtur 3fach 1'.

Pedal C-d': Subbass 16'.

Sämtliche Register in B + D-Teilung; Mechanische Schleifladen.

Kirchenfenster

In der Ocholter Kirche sind noch drei Fenster aus der Erbauungszeit erhalten: Die beiden Fenster im Windfang des Eingangsbereiches und die Rosette mit Fensterkreuz an der Südwestwand gegenüber dem Altar. 

Die Farbigkeit der Originalfenster nimmt die ursprünglichen Farben des Kirchenraumes auf. Sie sind in gedämpften Gelb- und Rottönen gehalten und künstlerisch hochwertig gestaltet.

 

Die Fenster im Windfang sind die beiden Widmungsfenster der Kirche. Das eine stellt Bibel und Schwert dar und weist damit auf das Patrozinium des hl. Paulus hin, die Großbuchstaben Alpha und Omega stehen für Jesus Christus. Unter der bildlichen Darstellung ist der Text aus Phil 4,4 ("Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!") zitiert, der am 4. Advent der Einweihung Predigttext war. Auf dem gegenüberliegenden Widmungsfenster finden sich historische Angaben zu Erbauungsjahr, Widmung und Einweihungsgottesdienst vor dem Hintergrund eines Kreuzes auf mattem Klarglas.

Nach der Kirchenrenovierung und der veränderten Farbgebung im Innenraum (die in Grüntönen gehaltene Bestuhlung wurde nebst Kanzel in Blaugrau- und Violettönen gestrichen) wurde auch über Dynamik und Farbigkeit der großen Kirchenfenster neu nachgedacht.

 

Zunächst wurden die großen monochromen Seitenfenster neu gestaltet. Die Werkstatt Koch, Neuenburg, fertigte eine farbige Kunstverglasung mit Wellenmotiv. Ende der 90er Jahre wurde auch das Altarfenster gegen den Widerstand der Landeskirche erneuert. Das neue Altarfenster zeigt ein Kreuzmotiv und nimmt die Farben- und Formensprache der geänderten Seitenfenster auf. Das originale, schutzwürdige Altarfenster wurde fachgerecht eingelagert.

Taufe

In der Ocholter Paulus-Kirche finden sich zwei Taufvorrichtungen. An der Südwestwand unter dem Fensterkreuz steht der bauzeitliche aus hochwertigem Sedimentgestein gefertigte Taufständer mit einer Taufschale aus Messing. Aus dem gleichen Stein, der in seiner Körnigkeit und Färbung entfernt an Beton erinnert, ist auch die Mensa des Altars gefertigt. Stil und Materialität erfreuen sich bei dem heutigen Zeitgeschmack nicht immer überragender Beliebtheit , doch ist der originale Taufständer ein Denkmal besonderer Qualität, zumal es kaum vergleichbare Werkstücke gibt. Leider ist der der obere Teil des Taufständers beschädigt.

In liturgischem Gebrauch ist ein beweglicher Taufständer aus Holz mit einer gläsernen Taufschale, die aus der gleichen Werkstatt wie die Kirchenfenster (Koch, Neuenburg) stammt. Die Taufschale nimmt das Wellenmotiv der Kirchenfenster auf und verbindet somit die Motivsprache der Fenster mit dem Wassermotiv. Mittig ist ein Kreuz dargestellt, das die Taufe in Christus versinnbildlichen soll. 

Vasa sacra

Die Ocholter Kirche verfügt über ein Sammelsurium verschiedener Abendmahls- und Taufgeräte unterschiedlicher Herkunft, die mit der Weihe der Kirche 1956 eine neue Heimat fanden. Patene und Kelche bedürfen zum Teil aufwendiger Restaurierungen, bisweilen war deshalb auch Profangerät aus dem Haushaltswarenbedarf (ohne Bild) im Einsatz. Über passendes Abendmahlsgeschirr wird nachgedacht. Das derzeitige Inventar:

Abendmahlskelch mit Minuskelschrift, bis 16 Jh., leicht angestoßen, Vergoldung schadhaft

kleiner Teller, ohne Datum, Treibarbeit

Abendmahlskelch 1601, Silber vergoldet, reich verziert, Cruzifixus fehlt

Patene, Silber vergoldet, stark verbeult, teilweise eingerissen, zur Restaurierung abgegeben

Barokke Dose

Kanne, Zinn

Deckelkanne, Zinn, Stiftung der Ocholter Vereine zum 25. Kirchenjubiläum